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4D Mapping – Verkörperung der lernenden Organisation

Foto von einer Menschengruppe, die eine Skulptur darstellen

Vor zwei Wochen durften wir mit unserem erweiterten Team den zweiten Theory U Workshop im Rahmen des u lab 2.x durchführen. Nach ersten Erkenntnissen aus der Systemmodellierung (3D Mapping) gings dieses Mal um die Verkörperung: Mit Hilfe des 4D Mappings haben wir das System der lernenden Organisation aufgestellt.

Einstimmung auf die Körperarbeit

Catherine Khazarian hat uns mit Hilfe des 20 Minute Dance wunderbar auf die Körperarbeit vorbereitet. Herzlichen Dank dafür, liebe Catherine! Für einige war die Methode total neu und absolut wiederholenswürdig. Kopf leeren, Körper sprechen lassen. Wenn ihr’s mal selber ausprobieren wollt, hier geht’s zu den Ressourcen der u-school: https://www.u-school.org/20min-dance

4D Mapping in Action

Die Auswahl der gewünschten Rollen, die Teil des Systems sein sollten, war gar nicht so einfach. Ihr seht die Gewählten im Bild unten links. Das hat für den Moment so gepasst. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass durch andere Rollen auch ein komplett anderes Bild entstanden wäre.

Finale Stakeholder-Priorisierung

 

Die Prinzipien im 4D Mapping

  • Sprich aus der Ich-Perspektive deiner Rolle
  • Schlüpfe in eine andere Rolle als deine eigene
  • Verkörpere das Gefühl deiner Rolle
  • Suche Zugang zu den tiefsten Gefühlen im Jetzt
  • Lass dir Zeit
  • Folge dem Feld

Mit Hilfe dieser Prinzipien entstand nach Vergabe der Rollen nach und nach Skulptur 1 (Bild unten). Jede Rolle, drückte in einem Ich-Statement aus, was sich gerade zeigte bzw. was sie spürte: Die Mitarbeiterin ganz links im Bild fühlte sich ungesehen. HR & LD, am Boden kniend, suchte nach Orientierung, das höchste Zukunftspotenzial, hinten am Boden sitzend, sagte: “Ich habe einen schwierigen Stand.”

Skulptur 1

 

Aus Skulptur 1 begann sich das System zu bewegen. Mitarbeiter:in, Führungskraft, Kundin und Lernbegleitung suchten und fanden sich (Mitte). Das höchste Zukunftspotenzial suchte den Kontakt zum blinden Fleck (rechts im Bild). Der CEO rückte die Natur ins Zentrum (Früchteschale in der Mitte) und suchte die Nähe des Geldes (unten).

So entstand die Skulptur 2:

Skulptur 2

 

Beobachtungen von Skulptur 1 zu 2

  • Viele Ebenen verschoben sich von hoch zu tief
  • Viel mehr Verbindungen in der zweiten Skulptur
  • 2 Energieorte/Bewegungen/Systeme: CEO & Geld (vorne im Bild) sowie Mitarbeiterin, Führungskraft, Kundin & Lernbegleitung (hinten im Bild)
  • Beide Zentren streben auf das Zukunftspotenzial zu (rechts sitzend)

Mögliche Prototypen

Mit diesen Erfahrungen im Körper diskutierten wir in kleineren Gruppen mögliche Prototypen. Was dabei immer wieder kam, ist der blinde Fleck: Wie können wir ihn in Veränderungen involvieren? Steckt da eine Aufgabe für Future Ready? Andere Fragen drehten sich um Beziehungen (Was ermöglicht Beziehungen, was muss wegfallen, damit Beziehungen gelingen?) und Ängste (Wo liegen Ängste verborgen, Wer hat Angst und wovor genau?).

Wir sind neugierig, noch tiefer in das höchste Zukunftspotenzial und den blinden Fleck hineinzuspüren.

Wie geht’s weiter?

Einen Tag nach dem Workshop hatten wir eine erste Ernte der Resultate. Wir bewegten uns von anfänglicher teilweiser Verwirrung hin zu einer kribbeligen Vorfreude. Die Verwirrung scheint (aus persönlicher Erfahrung) ganz natürlich im Moment des Presencing (sensing = mögliche Zukunft spüren & pres-ence = Zustand des Im-Moment-präsent-Seins), in dem wir uns aktuell befinden. Jetzt, wo wir unten im U angekommen sind, fühlt es sich für den Moment gut an, zu bleiben, wo wir sind und reinzuspüren, was kommen mag.

Insgesamt ist die Verwirrung gerade eher hoch – wo führt uns die Reise in, was wird sich noch zeigen, wo liegen Felder und blinde Flecken, die wir noch entdecken dürfen? Und: Es fühlt sich gar nicht schlecht an, keinen Plan zu haben, wo wir stehen 😉

Anfang Mai geht es weiter übers Crystallizing ins Prototyping. Es bleibt spannend!

Quelle: Presencing Institute; aus u lab 1.x

Danke ❤️

Die Erfahrungen aus diesem Workshop und die wertvollen Inputs auch im Nachgang haben viel in uns bewegt. Herzlichen Dank an unser wunderbares Team! Danke für eure Offenheit, für euer Herz, euren Kopf, eure Hände. So wertvoll, dass ihr uns auf diesem Weg begleitet:

Jeannine Brutschin, Severin von Hünerbein, Danko Petrovic, Flavia Fries, Kim Jana Degen, Robin Muller, Catherine Khazarian, Sabina Smajic, Katya Morgen, Bak-Heang Ung, Oliver Müller, Graziana Müller, Christine Mäder

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